Der als Sohn eines Bildhauers geborene Hans Moser zog 1914 mit den Deutschmeistern in den 1. Weltkrieg. Nach 1918 begann er in Wien beim Varieté, spielte im Zirkus und im Prater, bis ihn Robert Stolz ans "Ronacher" für die Revue empfahl.

Nach dem Theater an der Wien engagierte ihn das Theater in der Josefstaddt, er wirkte bei den Salzburger Festspielen mit und gastierte erfolgreich mit Max Reinhardt am Broadway in New York. Ab 1920 war er beim Stummfilm tätig. Beim Tonfilm begann er mit einer kleinen Rolle in LIEBLING DER GÖTTER (1930), ab seinem dritten Film, DER VERJÜNGTE ADOLAR (1931), waren es schon Hauptrollen.

Er wurde beim Publikum immer beliebter. Bis 1945 spielte er in 69 Filmen, oft als raunzender Nörgler, als wichtigtuender Diener in Amststuben und sonstiger Art, nuschelnd und gestikulierend. Die Charakterrolle des Hundefüngers in DAS GÄSSCHEN ZUM PARADIES (1936) kam seinem Können am besten entgegen. Das Lied in HALLO DIENSTMANN wurde ein Hit. Auch nach dem Kriege blieb er seinem Rollenfach treu. An die fünfzig Mal spielte er noch im Film, machte Gastspiele und gehörte ab 1954 dem Burgtheater an. 1950 erhielt er den Ehrenring der Stadt Wien. Hans Moser starb am 19. Juni 1964 in Wien. Er erhielt ein Ehrengrab der Stadt auf dem Zentralfriedhof.

Bürgerlicher Name: Jean Juliet

Geboren: 6. August 1880, Wien

Gestorben: 19. Juni 1964, Wien

Quelle: http://www.bnv-coburg.de/~co1972/moser.htm

- Lebenslauf -